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Schnelleinstieg in die Unterstützung / im Aufbau

Hier finden Sie eine Reihe von nützlichen Tipps, um den Schnelleinstieg in Ihre Thematik zu vereinfachen. Mit der Problemformulierung steht und fällt die Qualität zur Untersuchung oder Optimierung Ihrer Prozesse oder Produkte. Daher konzentrieren sich die nachstehenden Tipps vor allem auf diesen ersten wichtigen Teil.

Quereinstieg in die Problemlösung

Im Nachfolgenden möchte ich Ihnen zu verschiedenen Punkten innerhalb der Problemlösung die Möglichkeit zum Quereinstieg aufzeigen. Suchen Sie einfach in der Akkordeonleiste nach dem Einstiegspunkt der Sie gerade beschäftigt und tauchen ein. Ignorieren Sie alle Punkte die Ihnen zuerst suspekt erscheinen….

Das Projekt oder der Auftrag
  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihr / Projekt Ihre Aufgabe.
  • Definieren Sie Ihre Ziele und den Zweck Ihres Unterfangens
  • Beschreiben Sie den Nutzen für Ihre Organisation
  • Adressieren Sie die Risiken, um diese frühste möglich zu überwachen.
  • Grenzen Sie Ihr Unterfangen ab. Was ist Teil der Aufgabe und was nicht?
  • Wer ist in Ihrem Team und wer hat welche Aufgabe?
  • Unabhänig davon was Sie machen, ist Ihr Erfolg messbar?
Machen Sie Ihren Erfolg messbar!
  • Stellen Sie sich vor Ihr Projekt ist beendet und Sie können nicht quantifizieren, ob der Aufwand gerechtfertigt war!  … Suchen Sie nach messbaren Zielgrößen, um den Erfolg Ihres Unterfangens messbar zu quantifizieren. (ROI, Ausschussreduktion, OOE, Lean-Aspekte)
  • Schauen Sie über den Tellerrand und berücksichtigen auch Schnittstellen zu anderen Prozessen, Abteilungen (USP, Nacharbeit, Zusatznutzen, Kano)
  • Suchen Sie nach Metriken die Ihren Erfolg entsprechend multidimensional darstellen können. (QFD)
  • Stimmen Sie die Ziele ab mit klaren Prioritäten, falls es Widersprüche in der Untersuchung auftauchen, Bedenken Sie frühzeitig, dass Sie es mglw. nicht allen recht machen können! (SWOT, Bottleneck Analyse, Widerspruchmatrix)
Problemformulierung
  • Was genau ist das Problem
  • Wie oft kommt das Problem vor?
  • Seit wann ist das Problem bekannt?
  • Wie viele haben von dem Problem berichtet?
  • Ist das Problem quantifizierbar, messbar?
  • Haben Sich seit Auftreten des Problems Anforderungen verändert?
  • Unter welchen Umständen kommt es vor?
  • Kann Das Problem lokal durch Benutzer, Umgebungsbedingungen eingegrenzt werden?
  • Wann Tritt das Problem nicht auf?
  • Was passiert, wenn wir das Problem hier und jetzt nicht angehen, welcher Schaden entsteht?
  • Kann das Problem bewusst provoziert werden?
  • Hat schon mal Jemand an dem Problem gearbeitet, konnte er es teilweise lösen, wenn ja wie? Und was sind die bisherigen Resultate oder Teilerfolge.
  • Welchen Mehrwert hat eine Problemlösung (Monetär, Sozial) für Unternehmen / Abteilung?
Definieren des zeitlichen Problems
Kategorien Cluster 
Langebedingt Streuung zwischen Teilen oder Baugruppen,
Unterschiede durch Bedieners oder Maschinenführers
Unterschiede durch Maschinen oder an Standorten
Zyklisch Streuung in aufeinanderfolgenden Einheiten, Chargen, Gruppen von Einheiten, Fertigungslosen
zeitlich Streuung von Stunde zu Stunde, Tag zu Tag, Schicht zu Schicht, Woche zu Woche
Abgrenzung / Einordnung
  • Hinterfragen Sie die Grenzen Ihrer Betrachtung.
  • Sind die Schnittstellen bekannt, akzeptiert, eindeutig und die Zuständigkeiten geklärt?
  • Verwenden Sie hierzu ggf. die SIPOC Analyse um den zu betrachtenden Prozess in 5-7 grobe Schritte aufzuteilen.
  • Klären Sie die Inputs und Outputs der jeweiligen Schritte und definieren sie die Messstandards der jeweiligen Qualität.
  • Sind Die Prozesse vom Zuliefern bis zum Teilkunden eindeutig dokumentiert, geschult und gelebt?
  • Freuen Sie sich über Einsichten und Erkenntnisse, die Sie im nächsten Schritt aufbereiten.
Fokusieren / Definieren
  • Klären Sie die Die Bedeutung und Vorstellung von den Variablen und Einflussfaktoren, die die Teammitglieder haben.
  • Versuchen Sie eine gemeinsame Sprache zu finden.
  • Achten Sie als Moderator darauf, dass alle zu Wort kommen.
  • Nach Klärung gehen Sie für die Abstimmung methodisch vor und vergeben Sie im Multi Voting z.B.  Punkte oder Striche.
  • Unterbinden Sie in dieser Phase Diskussionen von Alpha Tierchen.
  • Bereiten Sie die Informationen grafisch auf z.B. Charts oder mit Pareto
Prioisieren
Pareto Methode
  • Fokussieren Sie auf die Unschärfen oder Probleme, die Sie aus dem vorangegangenen Abschnitt erarbeitet haben.
  • Eine Möglichkeit hierzu ist es mit Mindmaps oder Ishikawa-Diagrammen zu arbeiten. So kann es nützlich sein, die 7M Methode (Material, Measurement, Milieu, Methode, Management, Man, Methode) als Startgräten zu definieren.
  • Bevor Sie jedoch nach Faktoren und Einflussgrößen Ausschau halten schreiben Sie zuallererst die Zielfunktion an den Kopf des Fisches. Z.B. „Fügequalität verbessern“, „Adhäsion steigern“
  • Tipp: Arbeiten Sie auch mal schweigend, um den introvertierten eine Chance zu geben ihren wertvollen Input zu äußeren
Eingrenzen des Untersuchungsraums
  • Nach dem Sie nun die „vorerst“ wichtigsten Einflussvariablen und Einflussgrößen definiert haben, schätzen Sie im Experten-Team die Varianzbreite, in der Sie diese Faktoren untersuchen wollen.
  • Stellen Sie diese Faktorenbereiche tabellarisch möglichst groß z.B. am Flipchart dar und sprechen Sie die Extreme an (Alles auf Max oder Min) … Diskutieren Sie ob diese Einstellungen messbar sind. …Wenn nicht messbar, dann bringt der Versuch nichts!
  • Korrigieren Sie die Bereiche ggf. unter der Prämisse den pragmatischen Bereich zu untersuchen nicht den möglichen Bereich.
  • Bedenken Sie, dass der mögliche Bereich evtl. einen viel höheren Grad an mathematische Beschreibbarkeit benötigt als der pragmatisch zuführende Bereich! Dies erfordert im Umkehrschluss mehr Stützstellen und damit Versuche!
Durchführen der Versuche / Planung
  • Beschreibung: Nachdem Sie sich festgelegt haben, was genau Sie in welchem Umfang untersuchen möchten, beschreiben Sie diese Ausgangsposition genau. Dies dient der Nachvollziehbarkeit Ihres Unterfangens und der Hutschnur, an der Sie später gemessen werden.

    Annahmen: Begründen Sie Ihre Annahmen vorab. Beschreiben Sie wie Sie zu diesen Annahmen gekommen sind und im Idealfall auch wie diese Annahmen quantifiziert werden können.

    Hypothesen: Leiten Sie aus den Annahmen Hypothesen ab, die Sie kurz und knackig präzisieren. Ziel der Untersuchung muss es sein diese Hypothesen zu bestätigen oder zu widerlegen, um in weiteren Schritten fundierte Entscheidungen abzuleiten.

    Versuchsaufbau: Beschreiben Sie Ihren Versuchsaufbau für die Untersuchung den Test oder die Machbarkeitsstudie, damit diese unabhängig von Ihren Untersuchungen nachgestellt und reproduziert werden kann.

    Versuchsdurchführung: Führen Sie die Experimente analog Ihrem definierten Versuchsaufbau durch. Sollten sich im weiteren Vorgehen Abweichungen vom definierten Standard ergeben, so dokumentieren Sie diese akribisch.

    Kontrolle: Kontrollieren Sie die Einstellungen und Ergebnisse Ihrer Versuche, Verifizieren Sie die Aussagekräftigkeit Ihrer Ergebnisse mit wenigen Testläufen vorab. Stellen Sie sicher, dass sich Rahmenbedingungen mit potenziellem Einfluss auf Ihre Resultate nicht verändern.

    Test & Ergebnisse: Führen Sie die Versuche durch und testen Sie die Ergebnisse wie von Ihnen vorab definiert. Wiederholen Sie gegebenenfalls einzelne Versuche, um später zwischen Reproduzierbarkeit und Wiederholbarkeit unterscheiden zu können.

    Diskussion: Werten Sie Ihre Versuche aus und leiten, wenn möglich Ursache Wirkungsmodelle ab, um auch Prognosen ableiten zu können. Stellen Sie die Ergebnisse zusammen und diskutieren Sie diese möglichst auf Basis von erstellten Prozesslandkarten. Bedienen Sie Sich wenn möglich bei Methoden des Facilitations um z.B. mit „Paraphrasieren“, „Spiegeln“, „Visualisieren“ …. Sicherzustellen, dass alle eine ähnliche Vorstellung und Verständnis zum Thema haben.

    Ausblick: Dokumentieren Sie die Zusammenfassung Ihrer Diskussion und reflektieren Sie diese z.B. mit Protokollen zu Ihrem Meeting innerhalb von max. 48h.

Design of Experiments ist ein sehr mächtiges Werkzeug, das in den verschiedensten Phasen des Produktlebenszyklus eingesetzt werden kann, wie:

  • Ermittlung von Robustheit eines Prozesses
  • Ausloten eine Prozesses Kosten / Nutzen / Sicherheit
  • Optimieren von Prozessen und Produkten / Troubleshooting
  • Entwicklung von Prozessen und Produkten
  • Untersuchung von Ursachen für Reklamationen
  • Definieren von sicheren Grenzen / Toleranzen
  • Validierung und Qualifizierung von Prozessen

In den folgenden Slide sind meine bisher erstellten Einführungs-Tutorials zusammengestellt:

Tutorial

Teil 1

OFAT vers DoE

Tutorial

Teil  2

Faktoren bestimmen 

und auswählen  

Tutorial

Teil  3

Faktoren priorisieren

Tutorial

Teil  4

Zielgrößen bestimmen

Tutorial

Teil  5

Perspektiven zur

Designauswahl

Tutorial

Teil  6

Designauswahl

Mehr Kontent ist in Vorbereitung ……

Fragen / Anregungen / Hilfestellungen / Tips

Bei Fragen oder Anregungen können Sie mich nachstehend gerne Kontaktieren.

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