Shainin Variablentausch, eine Methode zum Identifizieren fehlerhafter Baugruppen und Teile in Produkten

Die Methode entstand in Kooperation mit dem Projektmagazin.  Letztes UpDate 12.04.2021

Feher identifizieren, Fehler einkreisen, Fehlerhafte Baugruppen finden, Kaizen, KCP, CIP, Optimierung, Reklamation, Analyse, Versuchsplan, Struktur, Fehleranalyse, Fehlerbaum, Component Swap, Component Search

Der Variablenvergleich von Shainin identifiziert mit minimalem Aufwand fehlerhafte Funktionen, die auf nicht optimalen Einstellungen von Variablen und Faktoren beruhen. Dies ermöglicht es, schnell realisierbare Optimierungspotentiale abzuleiten.

Einsatzmöglichkeiten

  • Bestimmung der wichtigsten Variablen für das Fehlverhalten oder schlechte Performance von Produkten oder Prozessen
  • Bestimmung der entscheidenden Variablen und Faktoren zur Abschätzung weiterführender Optimierungsmaßnahmen, gegebenenfalls mit weiteren Tools
  • Untersuchung von Fehlern und Performance-Verlusten in Serienprodukten.
  • Untersuchung von Reklamationsgründen in Produkten oder Prozessen.

 

Durchführung: Schritt für Schritt

Das prinzipielle Vorgehen ist sehr einfach: Die Auswirkungen von N Stellgrößen auf eine Zielgröße werden mit 2*N+2 Versuchen gemessen. Für die Bestandsaufnahme werden zu anfangs Messungen durchgeführt, in denen alle Variablen gemeinsam zuerst in ihrer Ausgangssituation und anschließend in einer Folgeeinstellung untersucht werden. Um die Wirkungen der einzelnen Variablen zu analysieren, wird im Folgenden jeweils nur die betrachtete Variable gegensätzlich zu den anderen Variablen in Ausgangssituation und Folgeeinstellung variiert. Hierfür sind je Variable zwei Experimente erforderlich. Dieses Vorgehen wird iterativ für alle Variablen durchgeführt. Analysiert wird die gemessene Zielgröße für die verschiedenen Kombinationen, um die relevanten Stellgrößen zu identifizieren.

Die Methode identifiziert durch Ihren bestechend einfachen Aufbau schnell und effizient Fehlfunktionen, die von veränderbaren Variablen im System oder der Anwendung abhängen. Ziel ist es, mit möglichst geringem Aufwand die verantwortlichen Variablen und Faktoren zu identifizieren. Anschließend können diese Einstellungen hinterfragt werden, um Optimierungspotential, Grenzen der Performance oder auch Kompromisslösungen zu diskutieren.

Der Begriff „Variable“ kann hier weit gefasst werden und schließt die qualitative Betrachtung ebenso ein wie die quantitative Betrachtung. Vereinfacht kann das für den qualitativen Teil bedeuten, dass z.B. ein Bestandteil in einer Mischung ausgetauscht werden kann. „Variable“ kann hier auch für einen Faktor oder eine Stellgröße stehen, die in einem Produkt oder Prozess verändert werden kann. Es ist dabei nicht von Bedeutung, ob es sich hier um physikalische oder digitale Systeme wie z.B. Software handelt.

Bevor Sie mit der Methode durchstarten, ist es von grundlegender Bedeutung zu wissen, wann, wie und wie oft ein mögliches Fehlverhalten in Ihrem Produkt oder Prozess aufgetreten ist. Dies ist erforderlich, damit die Umstände nachgestellt werden können, in denen ein Fehlverhalten beobachtet worden ist. Nur so kann der Einfluss der zuvor abgeschätzten Variablen zielgerichtet auf Hinweise zum Fehlverhalten untersucht werden.

 

Weiter gehts hier auf der Seite des Projektmagazins!

0 Kommentare

Erfahrungen & Bewertungen zu Stefan Moser Process Optimization